Drei neue Demokratie- und Toleranzprojekte gefördert

Der Kreisjugendring Meißen e.V. erhielt eine Fördermittelzusage über 5.000 € für das Projekt „Demokratiecamp Leipzig“, welches in den Herbstferien für 40 Kinder und Jugendliche angeboten wird.

Das Projekt „Demokratisches Handeln der Bürger fördern“ der Bürgerinitiative Bahnemission-Elbtal e.V. (http://bi-elbtal.de/) wird mit 500 € unterstützt. Mit diesem Projekt soll die demokratische Kultur und die Möglichkeiten von Mitbestimmung von Bürger_innen, auch durch Teilnahme an Wahlen, gestärkt werden.

Der Coswiger Karnevals Club e.V. erhielt gleichfalls eine Förderzusage über 500 € für das Vorhaben „Wir sitzen alle im selben Boot“. Ziele des Projektes ist es, die Zusammenführung der Generationen innerhalb des Vereins voranzutreiben sowie das Heranführen der jungen Menschen an kommende Aufgaben im Verein. Zukünftig können so Verantwortlichkeiten in Arbeitsbereichen oder im Vorstand zu übernommen werden.

Wir bedanken uns bei den Vereinen für Ihr Engagement und hoffen auf weitere gute Zusammenarbeit bei der Umsetzung von ideenreichen Projekten im Sinne der Förderprogramme „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ und „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“. Die Vereine können für das zweite Halbjahr weitere Projektanträge stellen.

Die Koordinierungsstelle bleibt vom 18. bis 29. August geschlossen.

Neues Bundesprogramm: „DEMOKRATIE LEBEN!“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stärkt Zivilgesellschaft und schafft Kontinuität im Kampf gegen Rechtsextremismus

Mit dem neuen Bundesprogramm „Demokratie leben – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ fördert das Bundesfamilienministerium das zivile Engagement für Demokratie und Vielfalt.

Mit dem Programm, das 2015 startet, werden Initiativen und Vereine langfristiger und nachhaltiger unterstützt als bisher.

„Wir müssen den Menschen, die sich in ihrem Dorf oder ihrer Stadt gegen Rechtsradikale engagieren und wehren, den Rücken stärken“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Die Menschen vor Ort müssen unterstützt werden, wenn sie sich für eine vielfältige Gesellschaft einsetzen. Sie brauchen verlässliche Strukturen und Planungssicherheit. Vertrauen und Dialog ist die Basis der Zusammenarbeit.“

Mit dem neuen Bundesprogramm investiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mehr Geld in die Extremismusprävention als jemals zuvor. Schwerpunkt wird dabei der Kampf gegen Rechtsextremismus sein. Doch sollen auch Projekte gefördert werden, die sich gegen jegliche Formen von vorurteilsbasierter, politischer und weltanschaulich motivierter Gewalt wenden: Radikale demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Formen des Islam, des Ultranationalismus und der linken Militanz zum Beispiel.

Das neue Bundesprogramm „Demokratie leben“ basiert auf drei Säulen:

  1. Aufbau von festen Strukturen vor Ort
    Durch die Förderung von lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ sollen die Menschen in den Kommunen besser unterstützt werden, die sich gegen Demokratiefeindlichkeit engagieren. Entsprechend der Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses wird darüber hinaus durch sogenannte Demokratiezentren die Arbeit der mobilen Beratung und der Opferberatung gestärkt sowie die Vernetzung auf Landesebene ausgebaut.
    Bundesweite Träger werden erstmals längerfristig gefördert.
  2. Modellprojekte für neue gesellschaftliche Herausforderungen
    Diese festen Strukturen werden durch Modellprojekte, die flexibel vor Ort auf die jeweiligen Begebenheiten und neuen gesellschaftlichen Herausforderungen (z. B. Islamfeindlichkeit, Antiziganismus, Homophobie, Radikalisierungstendenzen im Bereich linker Militanz oder Islamismus) eingehen können, flankiert.
  3. Steuerung und Umsetzung
    Die administrative Umsetzung wird weiterhin durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben erfolgen. Die wissenschaftliche Programmevaluation übernimmt erneut das Deutsche Jugendinstitut (DJI). Zudem wird ein Programmbeirat eingerichtet, in dem neben den Bundesressorts auch die Bundeszentrale für politische Bildung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Zivilgesellschaft mitarbeiten werden.

Für das Bundesprogramm „Demokratie leben“ stehen jährlich 30,5 Millionen Euro zur Verfügung. Alle Strukturförderungen, Projekte und Maßnahmen sind mit einer Laufzeit von 5 Jahren geplant.

„Ich möchte die Projekteritis beenden und mit unseren Programmpartnern eine Partnerschaft des Vertrauens auf Augenhöhe aufbauen. Die Organisationen, Vereine und Träger brauchen Vertrauen und Planungssicherheit“, betonte Ministerin Manuela Schwesig. „Das ist mit dem neuen Bundesprogramm ‚Demokratie leben‘ gewährleistet.“

Quelle: Pressemitteilungen BMFSFJ, http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=208174.html)

Vier neue Kleinprojekte werden mit jeweils 500,–€ unterstützt.

Der CVJM Coswig e.V. erhielt eine Fördermittelzusage für sein „World-Soccer“ Projekt, welches im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft durchgeführt wird und die Integration von Kids, die als Flüchtlinge aus Bürgerkriegsregionen leben, zum Ziel hat.

Das Projekt „Kleine Meinung ganz groß – Kids mischen“ von der JuCo Sozialen Arbeit gGmbH wird ebenfalls unterstützt. Mit diesem Vorhaben werden GrundschülerInnen der 2.-4. Klasse in Coswig interviewt. Die Idee ist es, die Ansichten der Kids zu verschiedenen Themen wie zum Beispiel zu ihren Interessen, Wünschen und Problemen, der Sicherheit auf ihrem Schulweg oder zu Möglichkeiten der Mitbestimmung in Coswig zu ermitteln.

Der  Kreisjugendring Meißen e.V. erhielt ebenfalls eine Förderzusage. Als landkreisweiter Träger erstellt dieser eine Onlinedatenblattform, auf der Vereine und Interessierte Informationen und Hilfe rund um die Themen Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus finden können.

Das Projekt „Für Demokratie Courage zeigen!“ am Gymnasium Luisenstift in Radebeul, welches der Verein Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. aus Dresden organisiert, wird ebenso gefördert.

„Gemeinsam Brücken bauen – Bürgerbeteiligung auf der kommunalen Ebene“

Nicht erst seit Stuttgart 21 ist Bürgerbeteiligung ein hochaktuelles und komplexes Thema. Immer mehr Kommunen wollen durch Beteiligung z.B. neue Ideen gewinnen, tragfähige Leitbilder auf den Weg bringen oder Konflikten entgegenwirken. Deshalb wird es für Verwaltung, Politik und Bürgerschaft immer wichtiger, mehr Orientierung in diesem Handlungsfeld zu erhalten.

Aus diesem Grund bietet die Akademie für lokale Demokratie e.V. ein ganztägiges Seminar zum Thema Bürgerbeteiligung für Kommunalbedienstete, Kommunalpolitiker/innen und engagierte Bürger/innen an. Folgende Termine und Orte sind verfügbar:

Görlitz 23. Juni 2014, 9-16 Uhr Stadtverwaltung Görlitz
Bautzen 24. Juni 2014, 9-16 Uhr Landratsamt Bautzen
Meißen 25. Juni 2014, 9-16 Uhr Evangelische Akademie Meißen
Dresden 28. Juni 2014, 9-16 Uhr Umweltzentrum Dresden

Durch das Seminar können die Teilnehmenden beurteilen, wann und wie Bürgerbeteiligung weiterhilft. Sie erhalten einen Überblick über bewährte Werkzeuge und können vor Ort neue Kontakte aufbauen. Die Seminarreihe wird im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ gefördert.

Anmeldung, weitere Termine und nähere Informationen zum Seminar unter:

• Web: www.lokale-demokratie.de/seminare
• Telefon: 0341/9273 0665 oder 01577/680 7612
• E-Mail: kontakt@lokale-demokratie.de

Zwei Demokratie- und Toleranzprojekte in den Kommunen Weinböhla und Coswig gefördert

Aus den Mitteln des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ und des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ erhalten die Kommunen Coswig, Radeburg, Moritzburg, Radebeul, Weinböhla, Niederau und Diera-Zehren Fördermittel zur Demokratie- und Toleranzförderung. Die Koordinierungsstelle dieser beiden Programme hat in diesem Zusammenhang zwei Vereine mit Fördermitteln unterstützt.

Der Interkulturelle Garten Coswig e.V. erhielt eine Fördermittelzusage für sein Projekt, welches die Integrationsarbeit zum Ziel hat und sich für Toleranz und Demokratie in der Region engagiert.

Das Projekt „In 30 Stunden um die Welt“ vom Coswiger Kinderzentrum e.V. wird ebenfalls unterstützt. Kindern und Jugendlichen im KIZ Treff in Weinböhla wird hier die Möglichkeit geboten, ein Zugang zu anderen Kulturen zu erleben und Vergleiche zu ihrem eigenen Leben zu ziehen.

Die Vereine können weitere Projektanträge stellen. Gern steht die Koordinierungsstelle bei der Konkretisierung von Projektideen beratend zur Seite.