Neues Bundesprogramm: „DEMOKRATIE LEBEN!“

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stärkt Zivilgesellschaft und schafft Kontinuität im Kampf gegen Rechtsextremismus

Mit dem neuen Bundesprogramm „Demokratie leben – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ fördert das Bundesfamilienministerium das zivile Engagement für Demokratie und Vielfalt.

Mit dem Programm, das 2015 startet, werden Initiativen und Vereine langfristiger und nachhaltiger unterstützt als bisher.

„Wir müssen den Menschen, die sich in ihrem Dorf oder ihrer Stadt gegen Rechtsradikale engagieren und wehren, den Rücken stärken“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Die Menschen vor Ort müssen unterstützt werden, wenn sie sich für eine vielfältige Gesellschaft einsetzen. Sie brauchen verlässliche Strukturen und Planungssicherheit. Vertrauen und Dialog ist die Basis der Zusammenarbeit.“

Mit dem neuen Bundesprogramm investiert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mehr Geld in die Extremismusprävention als jemals zuvor. Schwerpunkt wird dabei der Kampf gegen Rechtsextremismus sein. Doch sollen auch Projekte gefördert werden, die sich gegen jegliche Formen von vorurteilsbasierter, politischer und weltanschaulich motivierter Gewalt wenden: Radikale demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Formen des Islam, des Ultranationalismus und der linken Militanz zum Beispiel.

Das neue Bundesprogramm „Demokratie leben“ basiert auf drei Säulen:

  1. Aufbau von festen Strukturen vor Ort
    Durch die Förderung von lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ sollen die Menschen in den Kommunen besser unterstützt werden, die sich gegen Demokratiefeindlichkeit engagieren. Entsprechend der Empfehlungen des NSU-Untersuchungsausschusses wird darüber hinaus durch sogenannte Demokratiezentren die Arbeit der mobilen Beratung und der Opferberatung gestärkt sowie die Vernetzung auf Landesebene ausgebaut.
    Bundesweite Träger werden erstmals längerfristig gefördert.
  2. Modellprojekte für neue gesellschaftliche Herausforderungen
    Diese festen Strukturen werden durch Modellprojekte, die flexibel vor Ort auf die jeweiligen Begebenheiten und neuen gesellschaftlichen Herausforderungen (z. B. Islamfeindlichkeit, Antiziganismus, Homophobie, Radikalisierungstendenzen im Bereich linker Militanz oder Islamismus) eingehen können, flankiert.
  3. Steuerung und Umsetzung
    Die administrative Umsetzung wird weiterhin durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben erfolgen. Die wissenschaftliche Programmevaluation übernimmt erneut das Deutsche Jugendinstitut (DJI). Zudem wird ein Programmbeirat eingerichtet, in dem neben den Bundesressorts auch die Bundeszentrale für politische Bildung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Zivilgesellschaft mitarbeiten werden.

Für das Bundesprogramm „Demokratie leben“ stehen jährlich 30,5 Millionen Euro zur Verfügung. Alle Strukturförderungen, Projekte und Maßnahmen sind mit einer Laufzeit von 5 Jahren geplant.

„Ich möchte die Projekteritis beenden und mit unseren Programmpartnern eine Partnerschaft des Vertrauens auf Augenhöhe aufbauen. Die Organisationen, Vereine und Träger brauchen Vertrauen und Planungssicherheit“, betonte Ministerin Manuela Schwesig. „Das ist mit dem neuen Bundesprogramm ‚Demokratie leben‘ gewährleistet.“

Quelle: Pressemitteilungen BMFSFJ, http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Presse/pressemitteilungen,did=208174.html)

Große Kreisstadt Radebeul wirkt ab sofort im Aktionsplan mit!

Der Lokale Aktionsplan Coswig, Radeburg, Moritzburg kann ereignisreiche und erfreuliche Neuigkeiten verkünden.

Der Begleitausschuss des LAP und die Koordinierungsstelle in Coswig konnten die Große Kreisstadt Radebeul für den Lokalen Aktionsplan gewinnen. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, da wir schon langfristig über eine

Mitwirkung der regional angrenzenden Stadt Radebeul diskutiert haben.
In diesem Sinne, möchten wir alle Akteure aus dem sozialen Bereich, Träger, Vereine und Initiativen, die sich mit dem Thema Toleranz, Vielfalt und Demokratie in Radebeul beschäftigen, motivieren, Projektideen bei der Koordinierungsstelle einzureichen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Trägern, Vereinen und Initiativen in Radebeul und hoffen auf neue Kontakte und Gemeinschaftsprojekte z.B. in der Jugendarbeit.

Abschlussdokumentation 1. Förderperiode 2007-2010

Im Juli wurde die Abschlussdokumentation für den Lokalen Aktionsplan Coswig/Moritzburg/Radeburg (LAP CoMoRa) im Rahmen des Bundesprogrammes „VIELFALT TUT GUT – Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ des BFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) 2007-2010 fertig gestellt.

Der komplette Bericht kann als pdf-Dokument heruntergeladen bzw. eingesehen werden. Im Anhang befinden sich noch eine kleine Auswahl von Presseveröffentlichungen, die in der Förderperiode erstellt wurden.

Abschlussdokumentation LAP CoMoRa 2007-2010

Abschlussdokumentation Presseberichte